aus Nepal

 

Kupferbronze und feuer vergoldet (24 k. Gold~999,9 Reinheitsgrad)

 

Feuervergoldung

 

Wenn Goldpulver oder Blattgold mit Quecksilber gemischt werden entsteht Goldamalgam, das zum Vergolden im Feuer benutzt wurde. Durch die Wärme verdampft das Quecksilber und das Gold bleibt zurück. Feuervergoldungen zeichnen sich durch unregelmäßige Dicke aus, etwas dicker als Blattgold. Quecksilberreste machen das Metall bröselig. Durch das Verdampfen des Quecksilbers entstehen Bläschen in der Goldschicht, durch die das darunter liegende Metall korrodieren kann. Deshalb wurden gute Feuervergoldungen anschließen poliert.

 

Nachdem in dem verfahren Quecksilber dämpfe entstehen ist dieser verfahren seit mehr als 50 Jahren auch in Asien untersagt.

Seit dem Ausfuhrverbot solcher Stücke aus Nepal, Tibet das sich mit dem Schutz von nationalen Kunstobjekten begründet, sind solche handwerklich hochwertigen Stücke kaum noch zu erwerben.

 

Ursprung

Tara ist ursprünglich eine indische Sternengöttin, deren Name "Stern" bedeutet. Ihren Ursprung hat Tara im indischen Raum. Sie wurde im 3. Jahrhundert in das Pantheon des indischen Mahayana-Buddhismus eingegliedert, später, im 8. Jahrhundert wurde Tara mit der Übertragung des Buddhismus auch in Tibet eingeführt. Unter Laienanhängern und im tantrischen Buddhismus wird sie auch als höchste Mutter bezeichnet. Tara hat Ähnlichkeit mit der hinduistischenGöttin Shakti. Ihr Name gehört auch zu den 'Kali Sahasranama', den 'Tausend Namen von Kali', welche Verehrer der Göttin regelmäßig rezitieren. Sie wird dargestellt als Frau mit nackten Brüsten, welche auf einer großen LotosblumeMudra) ihrer Hände. Sie gilt auch als Göttin der Askese und Lehrerin der Weisheit, die aus den Verstrickungen der Welt des Samsara hinausführt und ihre 21 Erscheinungsformen werden in Tibet verehrt. Das reine Land bzw. das Buddhafeld von Tara heisst Yulo Kopa. Obwohl Tara manchmal als Ausstrahlung des Bodhisattva Avalokiteshvara betrachtet wird, hält sie sich nicht in Potala, dem reinen Land von Avalokiteshvara auf. sitzend Weisheit und Güte ausstrahlt, symbolisiert durch die Haltung.

 

Tara-Legenden

Nach der Überlieferung des tibetischen Buddhismus war Tara vor langer Zeit als eine Prinzessin inkarniert, die unentwegt zum Wohle der fühlenden Wesen arbeitete. Als sie eine hohe Stufe der Verwirklichung erlangte, meinte ein spöttischer Mönch, sie könne ja von nun an bewusst im (vermeintlich) günstigeren männlichen Körper inkarnieren, da der Körper einer Frau doch eher hinderlich zur Erlangung der Erleuchtung sei. Daraufhin legte die Prinzessin das Versprechen ab, fortan ausschließlich als Frau zu inkarnieren, um Erleuchtung in einem weiblichen Körper zu erlangen. In Tibet wurde sie nach dem Erreichen ihres Zieles als die Befreierin Tara bekannt und zur Inspiration für Generationen von Praktizierenden beiderlei Geschlechts. Sie demonstrierte mit ihrer Erleuchtung, daß ein weiblicher Körper in gleicher Weise zur Erlangung der Erleuchtung befähigt, wie ein männlicher.

Die Verehrung der Tara begann im 6. Jahrhundert in Nordindien und breitete sich von dort nach Tibet und Java aus.

Die Tara-Praxis ist in allen vier Traditionen des tibetischen Buddhismus sehr verbreitet. Aus dieser Sicht ist Tara eine verwirklichte Dakini (Himmelswandlerin, tib.: Khandroma), sie gilt auch als weibliche Manifestationen des Mitgefühls der Buddhas.

Die Manifestationen der Tara vereinen in sich die Funktionen des Schützens und Inspirierens.

 

21 Taras und Tara-Ausstrahlungen

Ursprünglich gab es fünf verschiedene Grundformen (weiß, grün, blau, rot und gelb) mit zahlreichen Varianten; dazu kommt noch eine Gruppe von 21 regenbogenfarbenen Taras. Die 21 verschiedenen Formen der Tara zeigen die verschiedenen Aspekte der mitfühlenden Aktivität der Taras. Je nach ihrem Aspekt können die Taras als friedvolle Manifestationen Bodhisattvaschmuck tragen oder als kraftvoll-schützende (zornig-furchtbare) Erscheinungen Dharmapala-Ausstattung tragen. Die Taras gehören zu den beliebtesten und mächtigsten Göttinnen des tibeto-buddhistischen Pantheons.

Die Grüne und Weiße Tara sind die bekanntesten Formen.

  • die Grüne Tara verkörpert den aktiven Aspekt des Mitgefühls und wird auch als "Nothelferin" angerufen.
  • die Weiße Tara ist vor allem mit der Siddhi des langen Lebens verbunden. Im indischen und nepalesischen Raum gilt sie auch als Enthüllerin der Schönheiten des Jenseits.
  • die Rote Tara heisst Kurukulla und repräsentiert die Liebesmacht Taras. Sie ist in den Mythen für ihre Fähigkeit bekannt, die Wesen zu verzaubern, widerspenstige Gegner zu befrieden und sie auf ihre Seite zu ziehen.

Die grüne und die weiße Tara manifestierten sich der Legende nach später in den zwei Gemahlinnen des tibetischen Königs Songtsen Gampo, der im 7. Jahrhundert regierte. Die chinesische Prinzessin Wen Cheng (weiße Tara) und die nepalesischen Prinzessin Bhrikuti (grüne Tara) begeisterten den König für die Lehre Buddhas und waren die Ersten, die den Brauch der Statuenherstellung in Tibet verbreiteten. Prinzessin Wen Cheng brachte 641 n. Chr. auf ihrem langen Weg aus China unter großen Mühen die erste Buddhastatue mit nach Tibet; den berühmten Jowo Shakyamuni, der heute im Jokhang-Kloster in Lhasa zu sehen ist.

Die meisten der 21 Manifestationen der Tara sind friedvoll, einige erscheinen jedoch auch zornig und furchtbar, und in diesen Formen besiegt Tara Mara und zerstört den Geist des Bösen.

In der indischen Mythologie ist Tara in einer ihrer schrecklichen Formen eine der zehn Mahavidyas und in hinduistischen tantrischen Texten erscheint sie in Formen, die der indischen Göttin Kali sehr ähnlich sind.

 

Anrufung

Das Mantra der Taras ist Om Tare Tutare Ture Soha. Das Denken oder Sprechen des Mantras soll die Kraft der Taras erwecken.

 

Größe:

H:  20cm

B: 10,5cm

Feuer vergoldete Indische Göttin Tara mehr als 160 Jahre alt

Artikelnummer: 432
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