aus Nepal

seit mehr als 45 Jahre in meinem besitzt, mehr als 120 Jahre alt

Kupferbronze und voll feuer vergoldet (24 k. Gold~999,9 Reinheitsgrad)

 

Feuervergoldung

Wenn Goldpulver oder Blattgold mit Quecksilber (Abb.) gemischt werden entsteht Goldamalgam, das zum Vergolden im Feuer benutzt wurde. Durch die Wärme verdampft das Quecksilber und das Gold bleibt zurück. Feuervergoldungen zeichnen sich durch unregelmäßige Dicke aus, etwas dicker als Blattgold. Quecksilberreste machen das Metall bröselig. Durch das Verdampfen des Quecksilbers entstehen Bläschen in der Goldschicht, durch die das darunter liegende Metall korrodieren kann. Deshalb wurden gute Feuervergoldungen anschließen poliert.

 

Nachdem in dem verfahren Quecksilber dämpfe entstehen ist dieser verfahren seit mehr als 50 Jahren auch in Asien untersagt.

 

Ein “vorsichtiger Schätzwert” darf ohne weiteres bei 4.500,-EUR angesetzt werden, wobei es im Bereich Kunstobjekte schwerlich ist, einen wirklichen Wert anzusetzen, zumal letztlich die Liebhaber solcher Stücke sozusagen unter sich den Verkaufswert ausmachen. Doch schauen Sie selbst und lassen die Bilder für sich sprechen ...

 

 

Hintergrund 


 

Was sind die Mahavidyas?

 

Maha = groß 
Vidya = Wissenschaft, Lehre, Zauberkunst

Die Mahavidyas sind 10 Erscheinungsformen von Kali bzw. Durga, in welchen den Tantrikern die Geheimnisse und Grundprinzipien der Schöpfung kund gegeben werden. 
Allerding erwecken einige dieser Göttinnen eher den Eindruck in Urzeiten mächtige Dämonen gewesen zu sein, welche von den Tantrikern im Streben nach magischer Kraft beschworen wurden. 
Im Prinzip umfassen jene Gottheiten das gesamte Spektrum von lieblich bis schrecklich.

Der Reihenfolge nach sind es::


  • 1) Kali, Herrin über Zeit und Schöpfung 
    2) Tara, Göttin der Hingabe in All-Liebe 
    3) Shodashi, die liebliche Erretterin, die 16-jährige 
    4) Bhuvaneshvari, Schöpferkraft der Welt 
    5) Chinnamasta, Göttin des Werdens und Vergehens 
    6) Bhairavi, Göttin des Verfalles (des Irdischen) 
    7) Dhumawati, die göttliche Witwe 
    8) Bagalamukhi, Bezwingerin böser Zauberkräfte (Zaubersprüche) 
    9) Matangi, die Gottheit, die Verbotenes zum Guten wandelt 
    10) Kamala, Anfang und Ende der "10 Mächtigen"

Kali, Tara, Chinnamasta, Baglamukhi, Matangi, Dhumavati sind "schreckliche" Aspekte, wogegen Bhuvaneshvari, Shodashi, Kamala, and Bhairavi schön, liebevoll und segensreich sind. Schrecklich (Dämonen bekämpfend) oder liebevoll sind die jeweiligen Methoden und Strategien, um eine spirituelle Entwicklung abzusichern und zu fördern.

Bhairavi, Göttin der Vergänglichkeit

Eine weitere Benennung ist Tripura Bhairavi

Bhairavi in "lieblicher" Darstellung: 
Bhairavi trägt eine Schädelgirlande, ist voll Blut (rotes Kleid) und hat ein drittes Auge. Sie trägt eine Krone, die weißes Licht ausstrahlt. Sie gilt als die Siegerin über die Sinne.

Bhairavi in "schrecklicher" Darstellung (wird im Figur dargestellt): 
Sie gilt als Göttin der Vergänglichkeit (des Irdischen) und des Verfalls. Hat gewisse Ähnlichkeit mit Lilith. Im Speziellem zeigt sie den durch Illusionen herbeigeführten Verfall. Sie fördert die Sucht nach Annehmlichkeiten, Sex, Alkohl, anregenden Mittel und zwingt die Menschen entweder stark zu werden oder unter zu gehen.

 

 

In der "schrecklichen" Erscheinungsform zeigt Bhairavi einen Ausweg aus dem obigen Dilemma: es sind Verfall und Not, die einen Willensmenschen aus dem euphorischen Zustand der Macht befreien können. Schmerz und Mißerfolg sind die einzigen Mittel, die einen Yogi aus diesem durchaus hohen, machterfüllenden Zustand zur Anteilnahme an anderen Wesen, zu Liebe und kosmischer Verbundenheit zurückführen können.

Nach üblicher Tradition wird Bhairavi dem Muladhara zugeordnet und durch die Opfer der 5 "M" verehrt -

Madya (Wein): ekstatische Trunkenheit

Matsya (Fisch): Du bist die Seele die im Ozean des paramâtma schwimmt.

MAmsa (Fleisch): Selbstaufopferung.

Mudrâ (symbolmagische Gesten)

Maithuna (Vereinigung): von Shakti und Shiva, Schöpfungskraft und Bewußtsein.

Auf dem Figur wird Bhairavi auf dem Stier Nandi dargestellt

 

Der Stier Nandi ist das Leittier Shivas. Er ist in jedem Shiva-Tempel anzutreffen und soll die Eigenschaften des Starken symbolisieren. Er ermahnt zu moralischen und religiösen Pflichten, zur Einhaltung des Gesetzes und zur Gerechtigkeit (Campbell 1991). Er ist aber auch als treuer Diener der Führer von Shivas Gefolge und natürlich der Schwellenhüter vor jedem Shiva Linga. In völliger Hingabe verehrt er seinen Herrn als das Sinnbild für den rechten Weg (Storl 2002).

Für die Shivaiten ist jeder weisse Bulle eine Erscheinung Nandis. Manche Ashrams halten sich reinblütige Zebukühe und -bullen. Diese werden sehr sauber gehalten, die Hörner werden rot gefärbt und mit Goldspitzen versehen.

Shiva reitet nicht nur den Stier, gelegentlich nimmt er selber Stiergestalt an um z. B. unliebsamen Besuchern oder Kriegern zu entgehen. Die Reittiere der Götter stellen oft die niederen Leidenschaften dar, die es gilt zu überwinden. Ganeshas Ratte oder Maus ist der ruhelose Intellekt, der Löwe oder Tiger der Göttin Parvati ist die Grausamkeit und der Pfau auf dem Karttikeya reitet, symbolisiert die Eitelkeit. Ähnlich ist es auch mit Nandi. In einigen Sagen wird er als Stierdämon geschildert, gegen den Shiva zu kämpfen hat, bevor er ihn bezwingt. Der Stier steht in diesem Fall für die aggressive männliche Sexualität. Shiva, der erste unter den Asketen und Herr des Yoga, hat die perfekte Beherrschung des sexuellen Triebes erlangt. So konnte der Stier sein Diener werden

 

 

Weitere Produktinformationen

 

Höhe 19cm
Länge 13cm
Breite 6cm

Feuer vergolgete Bhairavi: Göttin der Vergänglichkeit auf Nandi

Artikelnummer: 467
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