aus Nepal

 

Kupferbronze und voll feuer vergoldet (24 k. Gold~999,9 Reinheitsgrad)

 

Feuervergoldung

Wenn Goldpulver oder Blattgold mit Quecksilber (Abb.) gemischt werden entsteht Goldamalgam, das zum Vergolden im Feuer benutzt wurde. Durch die Wärme verdampft das Quecksilber und das Gold bleibt zurück. Feuervergoldungen zeichnen sich durch unregelmäßige Dicke aus, etwas dicker als Blattgold. Quecksilberreste machen das Metall bröselig. Durch das Verdampfen des Quecksilbers entstehen Bläschen in der Goldschicht, durch die das darunter liegende Metall korrodieren kann. Deshalb wurden gute Feuervergoldungen anschließen poliert.

 

Nachdem in dem verfahren Quecksilber dämpfe entstehen ist dieser verfahren seit mehr als 50 Jahren auch in Asien untersagt.

Hintergrund

 

Cakrasamvara (von Sanskrit: Cakra-Samvara; tibetisch: Demchok, Wylie.: bde-mchog oder Korlo Dongpa: khor-lo-sdompa; englisch: the binding of the wheels oder the wheel of supreme bliss, deutsch: Das Rad der höchsten Wonne) ist ein zornvoller, von einem Flammenkranz umgebener Yidam des tibetischen Buddhismus. Er wird gewöhnlich mit blauer Körperfarbe, vier unterschiedlich farbigen Häuptern und zwölf Armen in geschlechtlicher Vereinigung (Yab-Yum) mit seiner Gefährtin Vajravarahi dargestellt. Das Cakrasamvara-Tantra ist in den Schulen der Neuen Übersetzungstradition des tibetischen Buddhismus von großer Bedeutung. Dem Mythos zufolge soll Vajradhara in der Gestalt von Cakrasamvara aus Mitgefühl für die nach Befreiung aus dem Samsara strebenden die Macht des weltbeherrschenden hinduistischen Gottes Ïoevara (einer Ausstrahlung des Ishvara) gebrochen haben.

 

Cakrasamvara zählt zu den sogenannten Acht großen Heruka-Gottheiten (Bluttrinkern), neben Hayagriva, Guhyasamaja, Hevajra, Vajrakilaya, Yamantaka, Amrita und Mamo. Die Wurzeltantras dieser Gottheiten gehören zu den bedeutendsten Texten des tantrischen Buddhismus in Indien und Tibet.

 

Es ist im großen und ganzen die übliche Erscheinungsform des Genußkörpers [sambhogakaya] des Shamvara in Vereinigung mit seiner leuchtend Partnerin der Weisheit Vajravarahi. Die drei Augen seines ersten Gesichts schauen in inniger Liebe auf das nach oben gerichtete Gesicht seiner Partnerin und freundlich hinaus auf den Betrachter. Er lächelt, und seine Zähne schimmern voller Energie. Sein Körper ist das stärkste Element in dieser Komposition.

 

Die feinfühlige Modellierung der wohlgestalteten Körperglieder und das jugendliche Gesicht erregen Aufmerksamkeit. Die Modellierung folgt nicht den Geboten des Außenlichts; vielmehr scheint Licht aus dem Körper selbst zu strahlen, wodurch die Ausbildung der Muskeln verstärkt und der Figur eine leicht gerundete Dimension und substantielle Wirklichkeit verliehen wird. Jedes Kultgerät, das Shamvara in seinen Händen hält, ist sehr deutlich abgebildet. Seine beiden Vorderarme umschließen seine Partnerin und die Hände in der Umarmenden Geste, halten das Vajra-Zepter und die Glocke. Die übrigen rechten Hände halten eine damaru- Handtrommel, ein Vajra-Hackmesser, einen Dreizack und eine Streitaxt. In den anderen linken Händen befinden sich der khatvanga- Stab, ein abgeschlagener viergesichtiger Brahma-Kopf, eine Schädelschale und eine Fangschlinge. Mit seinen beiden Hinterarmen hebt Shamvara die frisch abgezogene Haut des Elefanten der Unwissenheit hoch, die sich hinter ihm wie ein Cape spannt. Die üblichen Ketten aus Schädeln und Köpfen sowie Fünf-Schädel-Kronen fehlen ebensowenig wie sein Tigerfellschurz.

 

Seine Partnerin Vajravarahi ist wohlgestaltet und wirkt tatkräftig; sie ist schön in Erscheinung und Ausdruck, in einem ansprechenden Rot gemalt, aber ohne Modellierung. Ihr Haar ist schwarz, und ihr Gürtel, die Arm- und Fußbänder bestehen aus filigran gearbeiteten Strängen aus geschnitzten weißen Knochen. Shamvara ist ähnlich zart geschmückt. Der Stil der Ornamentik scheint in der Orissa-Kunst des 13. Jh. zu wurzeln; von Ostindien ausgehend hinterließ dieser Stil seine Spuren in der nepalischen Kunst.

 

Größe:

H: 22,5cm

B: 14,5cm

Kopie von Feuer vergoldete Göttheit Chakrasamvara mehr als 170 jahre alt

Artikelnummer: 443
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